arbeitsphilosophie

     

meine arbeitsphilosophie?

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meiner supervisorischen tätigkeit liegt ein systemisch / konstruktivistisches denkmodell zu grunde. den menschen verstehe ich als biopsychosoziospirituelles, humor begabtes system inmitten einer vielzahl von „mit-wirkenden“ umwelten.

was heisst schon systemisch?


vereinfacht gesagt: das individuum ist ein sich selbst regulierendes system, bestehend aus vielen untersystemen wie körper, geist, seele, usw. das individuum bewegt sich inmitten einer vielzahl von anderen systemen (menschen, familie, arbeitsplatz, etc.). systeme beeinflussen sich gegenseitig. deshalb sind sie permanent in bewegung in schwer vorhersagbare richtungen. ich gehe davon aus, dass es die eine schuldige ursache für ein problem nicht gibt. es gibt symptomträger. meine intervention als supervisorin beeinflusst zwar meinen klienten, aber oft nicht in der weise, wie beabsichtigt. deshalb ist supervisorisches handeln ohne absicht, d.h. wertneutral und neugierig am ergiebigsten. einfach genug.....?

was meint konstruktivistisch?


jedes individuum macht sich selber ein bild von seiner ureigenen wirklichkeit. eine objektive wirklichkeit, die für alle gültigkeit hat gibt es nicht. gib 50 leuten den auftrag einen stuhl zu zeichnen und du wirst 50 verschiedene bilder erhalten. und das ist vergleichsweise einfach. frag 50 leute was liebe ist...

mit was dürfen / müssen sie in meiner supervision rechnen?

  • dass ich ihnen respektvoll und als neugierig lernende begegne,
  • dass ich mit ihnen prinzipiell zukunftsorientiert arbeite,
  • dass ich ihnen in den seltensten fällen einen ratschlag gebe, sondern,
  • dass ich ihnen fragen stelle, welche die lernfähigkeit und kreativität ihrer eigenen systeme fördern und die sie dazu anregen, das problem aus einer erweiterten perspektive zu betrachten
  • und das schwierigste: dass ich versuche denk- und handlungsprozesse zu verlangsamen, damit raum entstehen kann, für präzise wahrnehmung.
  • meine interventionen sind angebote, die von ihnen auf brauchbarkeit überprüft, angenommen oder verworfen werden.
  • ich verändere Sie nicht, Sie ändern sich oder ihr verhalten vielleicht selber, aber erst dann, wenn das für sie genügend sinnvoll und plausibel erscheint.

die frage nach den methoden:

  • fragen, fragen, fragen und nochmals fragen
  • arbeit mit bildern und metaphern
  • rollenspiel und vieles andere